• Also doch?

Also doch?

26.03.2019 Hans Egloff

In den letzten Jahren gab es im Zürcher Kantonsrat immer wieder Versuche, die Grundstückgewinnsteuer abzuschaffen – was allerdings schon von Bundesrechts wegen unzulässig ist – oder zumindest zu reduzieren. Schliesslich hat der HEV Kanton Zürich mit demselben Ziel eine Volksinitiative lanciert. An der Urne haben wir damit deutlich Schiffbruch erlitten. In den möglicherweise bereits verheilten Wunden will ich nicht weiter herumstochern…

In diesem Zusammenhang ein Lichtblick war aber die zuletzt an der Urne erstrittene Möglichkeit der Verrechnungsmöglichkeit von Grundstückgewinnen mit Geschäftsverlusten. Dazu erging nun am Bundesgericht Mitte Februar dieses Jahres ein Urteil, das – quasi am Rande – sehr Interessantes festhält. Demnach ist «die Grundstückgewinnsteuer im Kanton Zürich stark progressiv ausgestaltet» und wird «in bestimmten Fällen ein Einkommensfranken aus Grundstückgewinnen stärker besteuert als ein Franken aus anderen Einnahmen».

Diese Randnotiz wird geradezu zu einem Steilpass, indem das Bundesgericht zum obigen Sachverhalt die Möglichkeit der Verletzung der Rechtsgleichheit erwähnt. Genaueres Hinsehen ist damit geboten. Unsere Parlamentarische Gruppe «Wohn- & Grundeigentum» hat bereits genauere Abklärungen in Auftrag gegeben. Schliesslich wird sich die Arbeitsgruppe Steuern unseres Verbandes mit den verschiedenen Möglichkeiten für eine Korrektur auseinandersetzen.

Noch ist Jubel verfrüht – ich bin aber schon mal beim hoffnungsvollen «Also doch!».